Be local - think global

Be local – think global

Die Local Web Conference in Nürnberg steht für aktuellste Infos und intensives Networking. Ein Pflichttermin für unsere Digital Natives Tim Weisenberger und Andreas Gruss.

Die dominierende Essenz der spannenden Keynotes von namhaften Referenten: Der lokale Handel nutzt noch zu wenig die verschiedenen Kanäle wie Social Media, Mobile Web und ins besondere LocationBased Marketing (LBM). Dabei könne der stationäre Handel nur durch Kreativität und einem deutlichen Mehrwert gegen die E-Commerce Konkurrenz von Zalando und Amazon bestehen können.

Beim Thema LBM darf natürlich ein Dienst nicht fehlen: Das 2009 gestartete foursquare, das aber bisher nicht den Durchbruch in Deutschland geschafft habe. Bisher sei foursquare mehr ein Gadget für digital Natives. Aber auch zunehmend Reisende, die viel an Flughäfen oder mit der Bahn unterwegs sind.

So hat Ray Sono eine Connected App für foursquare entwickelt und zusammen mit Lufthansa gestartet. Blue Legends ist ein gutes Beispiel für LBM. So erhält der eifrige Nutzer z.B. das Badge “Expert Pilot” oder, wenn er in Miami landet, einen Gutschein für die App mytaxi um gleich weiter mit dem Taxi zum nächsten Meeting oder Hotel zu fahren.

Eine smarte Idee aus Deutschland stellte Adrian Korte vor: Sein Hamburger Start-up Stuffle - ein virtueller Flohmarkt in einer mobilen App. Auch regionale Start-up-Größen wie Dorothea Utzt von Streetspotr und Frank Braun mit der Anwendung Foodsharing waren vertreten.

Marcus Schwarze (Rheinzeitung) zeigte auf, wie eine lokale Zeitung das Web nutzt, via Crowdsourcing die Bürger mit einbindet und als Redakteure teilhaben lässt. So wurde z.B. Rheinstagram (nach dem Instagram Vorbild) erschaffen, das mittlerweile einige Tausend Bilder beinhaltet. Eine große Rolle spiele auch Twitter, um aktuelle Meldungen und Ereignisse zu verbreiten oder auf diese aufmerksam zu machen.

Welche Inspiration lieferte uns die Local Web Conference? Es wird immer wichtiger, den Kunden über den eigentlichen Produktnutzen hinaus Mehrwert zu bieten. Guten Content liefern, kreativ sein und neue Technologien nutzen.

Den Blick über den Teich machte Ulrike Langer (medialdigital.de). Sie lebt mittlerweile in den USA und beschrieb anhand von Beispielen eine entscheidende Entwicklung für den Lokaljournalisums: Trotz der Globalisierung gehe die Entwicklung hin zum hyperlokalen Journalismus.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar