Check abgeschlossen neue Überprüfung beginnt

Check abgeschlossen neue Überprüfung beginnt

Spätestens seit Mad Men wissen alle, wie es in Werbeagenturen wirklich abläuft: Sex, Koks, Nutten und nebenbei eine kleine Präsentation mit einer genialen – in einer Nacht umgesetzten – Idee, die 1 Gigatonne Zigaretten verkauft. Ich stehe so gar nicht auf Vorurteile und bilde mir gerne selbst eine Meinung. Gesagt getan. Ich habe mir die Werbebranche angesehen – nach 4 Jahren intensiver Beobachtung meine „Studienergebnisse“.

 

Raucherlunge für den Erfolg

Weit und breit kein Zigarettenkunde. Im Gegenteil es ging ganz oft um Sport und Fitness. Die Ausnahme: Craft Beer. Hier wurde die Trinkfestigkeit das ein oder andere Mal auf eine hochprozentige Probe gestellt. Doch anders als in den guten alten Tagen bei Mad Men fuhren wir nicht sturzbetrunken Auto. Ein Klischee, das trotz idealer Voraussetzung wie viel Platz auf der Südwesttangente oder der A73, abgefahren ist.

 

Ungeheuer Kunde oder Saufkumpane

Entweder zerreißt ein Kunde die Idee oder man feiert gemeinsam so lange, bis alle die Kampagne gut finden. Kenne ich so nicht. Ich erlebte fast immer Offenheit, Herzlichkeit und Ehrlichkeit. Besonders ans Herz gewachsen sind mir die Kunden und Partner, die geradeheraus sagten, was Sache ist. Nicht selten fiel die Begrüßung etwas inniger aus – sodass die Angestellten der jeweiligen Firmen große Augen machten und ich Pipi in selbigen hatte. Klischee – Ade.

 

Stereotypen

Oh, die Kollegen – welche Typen erwartet man in einer Agentur: Den Ehrgeizigen, der immer die Ellenbogen ausgefahren hat, den Träumer, der eigentlich was ganz anderes machen will, oh und natürlich den Chef als Frauenheld – jaja, Don Draper hat es krachen lassen… Aber, ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Bei machen.de hatte ich das Glück ein Miteinander, statt Gegeneinander zu erleben. Es gab kein böses Getratsche, der Chef war der Gattin stets treu, aber die Träumer… ach, denen ließen wir einfach ihren Freiraum. Artenvielfalt – bestätigt.

 

Kaffee und andere Drogen

Tatsächlich gab es oft die besten Ideen an der Kaffeemaschine oder in den Raucherpausen, die auch ich als Nichtraucher einlegen konnte. Die schlimmste Droge für mich ist und bleibt jedoch die Schokolade. Hat jemand die Nummer der Suchtbeauftragten?!

 

Arbeit ist halt nur das halbe Leben

„In Agenturen arbeiten die ja nie was, sondern spinnen nur rum“ – gute Ideen für anspruchsvolle Projekte brauchen so einiges: Alex und Käthe haben mir gezeigt, was alles in den Plan gehört, Micha hat dann demonstriert, dass der Plan Variablen hat und in einem gemeinsamen Termin haben wir alles gewuppt. Die Termine fanden durchaus manchmal in einer weniger „steifen Atmosphäre“ statt. Im Freien, an der Machbar oder auf der Veranda des ein oder anderen Kollegen, wenn man die Überstunden nicht in der Agentur verbringen wollte. Denn ja, dieses Klischee stimmt – man macht Überstunden. Aber dass man 3 Tage in Folge dieselben Klamotten tragen muss, weil man nicht nach Hause kommt, ist völlig übertrieben. (Memo an mich selbst, die Wechselklamotten beim Ausräumen des Rollcontainers nicht vergessen)

 

Fazit

Diese Klischees und Vorurteile sind übertrieben, zumindest das mit dem Koks und den Nutten… Check bei der Agenturwelt abgeschlossen – Vorurteile ausgeräumt. Jetzt heißt es auf zu neuen Ufern – ein weiterer Check steht an.

 

DANKE und bis die Tage

Nun nehme ich eine neue Branche unter die Lupe, um auch hier die Vorurteile aus zu machen. Danke an alle Kunden, Partner, Kollegen und Testbeteiligten, es war eine wundervolle Zeit mit euch, die ich im Herzen trage.

Eure Isabell

 
 

Bei Fragen, Aufträgen oder Wünschen wenden Sie sich bitte in Zukunft direkt an Michael Leibrecht: 0911 93 777 977 oder m.leibrecht@machen.de.

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