Der Redakteur 2.0 - Wie die Zeit das Bild des Redakteurs wandelt.

Der Redakteur 2.0 – Wie die Zeit das Bild des Redakteurs wandelt.

Viele Berufe verändern sich. Gab es früher lediglich einen Schmied, gibt es heute Gold-, Messer-, Pfannen-, Werkzeugschmiede…

Spezialisierung ist das Stichwort. Einige Berufe bildeten sich erst im Laufe der Zeit. Meine Oma hätte nie gedacht, dass es irgendwann einen SEO-Experten in der Familie gibt.

Doch Neuerungen schlägt oft eine gewisse Skepsis entgegen. So sehen sich die „Online-Schmierer“ vielen Vorwürfen gegenüber. Als Hybrid aus Print und Online bin ich in der Position zu zeigen, wieso ein Online-Redakteur die Weiterentwicklung eines klassischen Journalisten und nicht dessen Verschlechterung ist.

Von der Geburt des Redakteur 2.0 – Der Wandel schafft neue Anforderungen

Der Print-Redakteur

Von ihm wird in erster Linie erwartet, dass er gut recherchiert und sprachlich ausgefeilte Texte abliefert. Die Zeit spielt dabei zumeist eine untergeordnete Rolle. Eine gute Story braucht eben Zeit. Der Schreiberling galt schon immer als Meister seiner Handwerkskunst.

Der Online-Redakteur

Das muss der Allround-Redakteur können und auf dem Schirm haben:

Faktor Zeit:
Die Zeiten haben sich geändert. Alles ist schnelllebiger. Für den Schreiber bedeutet das:

  • Er muss blitzschnell auf Ereignisse reagieren.
  • Ihm bleibt wenig Zeit für Recherche.
  • Er muss Texte kurz und knackig gestalten, denn Zeit ist für den Leser Mangelware.

Faktor Technik:

Ein echter Online-Redakteur ist ein Allround-Talent. Er beherrscht:

  • Bild – Er schießt ein professionelles Foto und bearbeitet dieses auch.
  • Video – Drehen und Schneiden liegen ihm im Blut.
  • Programmier-Grundkenntnisse – Die Bändigung von z.B. Content-Management-Systemen sowie das Wissen um mögliche SEO-Aspekte spielen auch mit hinein.

Faktor Leser:

Die Zeiten aber auch die Lesebedingung haben sich verändert.

  • Endgeräte – Wie konsumiert der Leser?
  • Lesegewohnheiten – Wann und wo wird gelesen?
  • Formate – Geht die Tendenz hin zu Videos? Funktionieren klassische Porträts noch?
  • Plattformen – Social Media, Blog, Website oder Presseportal… Wo sollen die „News“ platziert werden?

Der Online-Redakteur ist einfach 2.0

Der Ausgang beider Redakteursarbeiten ist gleich: Es beginnt bei einer guten Recherche und der Wahl der richtigen Darstellungsform. Doch schon dann trennen sich die Wege. Klassisch folgt nun das Schreiben, Redigieren und Freigeben. Online kommt die Verarbeitung und am Ende steht ein Artikel, Videopodcast oder eine Bilderserie. Beachtlich ist, dass diese Leistungen binnen kürzester Zeit entstehen, sodass der Leser sofort nach einem Crash, Blackout oder Tsunami informiert ist. Aus diesem Grund gibt es neue Formate, die sich immer weiter etablieren und in den Markt dringen. Es ist ein Mehr an Leistung, die durch den Redakteur erbracht wird.

Doch die klassische Redakteursarbeit bildet immer die Grundlage – gute Recherche. Für einen guten Buchstabenjongleur gilt: Von der Pike auf lernen. Am besten ist, er kennt sich in beiden Sparten aus. Nur dann ist gewährleistet, dass er ein echter Redakteur 2.0 wird.

Sie suchen einen Redakteur für Ihre Print- & Online-Kanäle? Oder wollen mehr über den Alltag eines Schreiberlings erfahren? Fragen Sie einfach nach.

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