Die Welt ist nicht genug?

Die Welt ist nicht genug?

Augmented Reality – jeder hat von diesem Anglizismus bereits in verschiedenen Varianten gehört – doch was steckt eigentlich dahinter? Ich möchte Dir heute AR näher bringen und mit Beispielen verknüpfen. Doch dazu später mehr. Hinter Augmented Reality (AR=”erweiterte Realität”) steckt eine Technologie, die dem Anwender diverse Informationen in das unmittelbare Sichtfeld  einblenden kann. Ursprünglich bezog sich dieses Konzept auf die Verwendung einer speziellen Brille, auf der die Informationen wiedergegeben werden.

Mittlerweile finden sich jedoch immer mehr Apps für unsere geliebten Mobiltelefone. Durch diesen Fortschritt könnte AR ein stetiger Begleiter in unserem Alltag werden. Du wünscht ein Beispiel? Gerne. Stell dir zum Beispiel vor, du bist in Paris im Nationalmuseum und möchtest wissen wer das vor dir aufgehängte Gemälde kreiert hat, wann es nach Paris kam, wie viel es Wert ist und was Experten darüber philosophieren. Genau an dieser Stelle kommt AR zum Einsatz: Du startest die Applikation auf deinem Mobiltelefon, zeigst mit der Kamera auf das Gemälde und automatisch werden dir sämtliche zur Verfügung stehenden Informationen eingeblendet.

Oder: Im Boomland Südkorea, wo eine Supermarktkette virtuelle Verkaufsregale in U-Bahn-Stationen plakatierte. Die wartenden Reisenden können sich nun die Wartezeit mit dem Einkauf vertreiben und sparen sich das Gedrängel an der Kasse. Ganz unkompliziert: Nur das gewünschte Produkt abfotografieren und die Ware wird bequem nach Hause geliefert.
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Ein weiteres Unternehmen, dass sich in Sachen AR ziemlich aktiv zeigt, ist Google. Das Projekt des Suchmaschinen-Giganten heißt “Google Glasses” und setzt nicht auf ein Mobiltelefon sondern auf eine Brille als Oberfläche für „Ergänzte Realität“. Aber bevor ich dich weiter langweile, sieh bitte selbst:
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Die aktuellste Anwendung auf dem Markt hat IKEA vorgelegt – den AR-Katalog 2012/2013. Alles was man braucht ist der Katalog, ein Smart Phone und die passende App. Welche Seiten ein Augmented Reality Erlebnis versprechen, verrät ein Icon in Form eines Smart Phones im rechten oberen Eck der rechten Seite. Zusätzliche Inhalte sind Videos und Fotogalerien zu ausgewählten, extra gekennzeichneten Möbelstücken. Besonderes Highlight ist ein „Röntgen-Blick“-Tool, das den Katalogbetrachtern einen Röntgenblick ins Innere der Möbel ermöglichen soll.

Ist ja auch alles ganz nett. Aber man fragt sich wirklich: Wo ist da der Mehrwert – mal abgesehen von einem Aha-Effekt. Warum macht Ikea so etwas? Ich glaube, die Antwort ist einfach: Weil Sie es können. Aber auch der Möbelmarkt schafft nicht, was vorher auch anderen nicht gelungen ist: Aus einem Nice-to-have ein Must-Have zu machen. Irgendwie reizvoll, aber ohne Relevanz für den Endverbraucher – ein Gag für Geeks.

Und Du? Würdest Du dieses Technologie nutzen? Mich interessiert deine Meinung zu diesem speziellen Thema. Immerhin hast Du Dir jetzt schon ca. 3 Minuten Zeit genommen, diesen Artikel zu lesen – nimm Dir nochmals 2 Minuten und hinterlasse mir einen Kommentar icon smile Die Welt ist nicht genug?

 

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Die Welt ist nicht genug?”

  1. Der Seher

    … na klar, her mit der Brille. Im Kinofilm “Wall-E, der letzte räumt die Erde auf” haben wir zwar alle sowas wie iPads vor der Nase hängen, aber Google Goggles & Co. wird das schon machen :)

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  2. Luggi

    Und einen Mehrwert gibt’s im IKEA Katalog doch. Es gibt auch Seiten, auf denen dreidimensionale Modelle von Möbelstücken betrachtet werden können, bei denen auch Türen und Schubladen auf- und zugehen. Das finde ich dann doch zukunftsweisend und ausbaufähig. Unbedingt noch mal rein schauen! :-)

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  3. Rafael Alex

    Hallo Luggi,

    leider ändert auch dies nichts daran, dass AR nur schwer “Fuß fasst” im alltäglichen Leben. Es bleibt (vorerst) ein Gimmick :)

    LG,
    Rafael

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