Mailing, wie geht das eigentlich?

Mailing, wie geht das eigentlich?

Ich kann es nicht mehr hören: „Print ist tot!“ Von wegen! Print funktioniert und sogar bei Menschen, die sich tagtäglich mit nichts anderem beschäftigen – dass habe ich vor kurzem an einem wirklich gut durchdachten Mailing selbst erfahren.

Nichts ahnend flatterte mir ein Brief mit der Aufschrift „Fluchzeug“ auf den Tisch, wie er passender nicht hätte sein können: personalisiert auf meinen Namen, der Absender ganz klein und versteckt (eine Druckerei, mit der wir schon erfolgreich zusammengearbeitet hatten) und dann auch noch pinke Schrift! Spätestens jetzt wussten auch die Kollegen, wie der Erfolg eines Mailings gemessen wird: nämlich an der Lautstärke meines erfreuten Quietschens!

Mailing Fluchzeug 300x225 Mailing, wie geht das eigentlich?

Inhalt des Mailings: Postkarten mit Flüchen, die mal lustig, mal derb, aber immer originell waren. Was fehlte war eine Erklärung. Die Auflösung folgte eine Woche später, als der nächste Brief ankam: gleiches Layout, ebenfalls personalisiert aber diesmal mit dem Titel „Fluchverbot“ und statt Postkarten mit Flüchen gab es welche mit Lob und Anerkennung.

Beigelegt war ein Anschreiben, das aufklärte, dass in Agenturen im Allgemeinen zu viel geflucht wird. In einer Handschriften ähnlichen Type wurde mir als fluchanfälligem Grafiker nahegelegt, doch zukünftig weiterhin die Angebote dieser Druckerei zu nutzen – so werden Zeit und Nerven gespart und Fluchen wird überflüssig. Das Sahnehäubchen war dann noch ein beigelegter Coupon, mit dessen Code ich mir online meine eigene Fluchtasse bestellen konnte. Die Verbindung der beiden Welten analog und digital: Nach dem Mailing ist vor dem Kaffee.

 

Warum ich von einem Mailing so begeistert bin?

Mailing personalisierte Postkarten 300x225 Mailing, wie geht das eigentlich?

Dieses Mailing hat ganz eindrücklich gezeigt, dass mit einem guten Konzept und viel Überraschung selbst abgebrühte Grafiker hinterm Schreibtisch hervorgelockt werden können. Nicht die Masse macht‘s – sondern die Idee, das Verständnis für die Zielgruppe, der richtige Ton, attraktive Anreize und letztendlich auch die Verpackung.

In diesem Mailing waren es die witzigen Postkarten, die mich dazu brachten, sie meinen Kollegen zu zeigen und sogar auf Facebook zu posten. Es war die Aussicht auf eine schlagfertige Kaffeetasse, die es geschafft hat, dass ich meine Kontaktdaten an die Firma weitergegeben habe. Es war die Überraschung an sich, die mich dazu verleitete, diese Info face-to-face und über Social Media in die Welt hinauszutragen. Ein kleiner viraler Effekt sozusagen.

Genau das ist es, was ein gutes Mailing ausmacht: eine innovative Grundidee, die genau auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten ist – perfekt bis ins letzte Detail umgesetzt. Und mit kleinen Schmankerln als Krönung. Das muss nicht immer die Postkarte sein: Print bietet unendliche Möglichkeiten, immer wieder neu aufzutreten – Möglichkeiten, die es im digitalen Bereich nicht gibt. Nur mit Print lassen sich alle Sinne aktivieren: Duftlack unterstreicht die Frische des Obstes eines Biobauern, haptische Veredelungen wie Relieflack lässt Oberflächen mal ganz samtweich oder rau wie Schleifpapier erscheinen. Selbst die Wahl des Papiers an sich ist schon eine Aussage: Extrasmooth oder doch lieber recyceltes Naturpapier – was repräsentiert Ihr Unternehmen am präzisesten? Schaffen Sie ein Erlebnis, das den Empfänger fesselt, beeindruckt, von den Socken haut – Ihre Inhalte kommen so noch nachdrücklicher an.

Was es noch so alles in Sachen Mailing zu entdecken gibt, zeigen zahlreiche Aussteller auf der CO-REACH (ehemals Mailingtage) in Nürnberg vom 25.-26. Juni 2014.

Und falls Sie selbst in die Bredouille kommen, ein Mailing unter Kunden zu bringen: ich helfe Ihnen gerne von der ersten Idee bis zum letzten Lack-Tröpfelchen!

Ihre Katharina Modjesch

1 Kommentar

Ein Kommentar zu “Mailing, wie geht das eigentlich?”

  1. Jörg

    Wundervoll. Sowohl der Text als auch die Kampagne, um die es geht. Schön, dass es auch 2014 noch Kampagnen geht, die mit durchdachter Originalität punkten!

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