Manchmal ist Netzwerken wie Samen ausstreuen

Manchmal ist Netzwerken wie Samen ausstreuen

Michael Leibrecht ist bei Vielen als Agenturchef und Netzwerkprofi in Stadt und Landkreis bekannt. Doch was genau tut er da mit so viel Leidenschaft? Hier steht er in 7 Fragen Rede und Antwort.
 

Du bezeichnest dich selbst als Netzwerker, was verstehst du darunter?

Netzwerken und rumspinnen ist meine Leidenschaft. Für mich heißt das gezielt Verbindungen herzustellen. Ich bringe Menschen auf geschäftlicher Ebene zusammen, die sich gegenseitig ergänzen und bereichern.

 

Was ist Ziel des Netzwerkens?

1. Voneinander zu lernen – bei jedem Treffen lerne ich etwas Neues. Weil die Menschen so vielseitig sind und individuelles Wissen bündeln.
2. Miteinander zu arbeiten – denn nur wenn man miteinander arbeitet, merkt man, ob es emotional und rational passt. Dann heißt es starten, Stichwort: Crowdsourcing, Crowdfunding.
Und 3. geht es um‘s Vermarkten – durch das Internet ist das ja schnell und einfach möglich. Teilen, verbinden und Kontakt herstellen.

 

Wieso bereitet dir Netzwerken so viel Freude?

Es ist, wie Samen ausstreuen und dann wächst etwas daraus. Das macht einfach Spaß und jeden Frühling gibt es neue Triebe, da entsteht was Neues. Viele sind irgendwie beteiligt, aber darauf kommt es gar nicht an, sondern auf das Ergebnis.

 

Was war die produktivste Verbindung, die auf deinem Mist gewachsen ist?

Jede Verbindung ist grundsätzlich produktiv. Ich bin im Laufe meines Lebens schon vielen tollen Menschen begegnet und ziehe aus einem Gespräch mit einem Universitätsprofessor genauso viel wie aus einer Unterhaltung mit einem Straßenmusiker.
Eine weitreichende Verbindung ist mein Kontakt zu Dieter Steinhauer, den ich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing traf. Durch diesen einen Kontakt ergab sich eine Anfrage aus England, ob ich Vertrieb und Marketing in Deutschland für Photofabrication übernehmen will. Deswegen gründete ich 1998 eine Agentur. Ein Kontakt war für mich der Start in die Selbstständigkeit. Aber ich würde sagen, der Zufall kommt dann, wenn es fällig ist.

Auch das Netzwerk mit Stefan Frisch, Jan Steinbauer, Ronny Hawelka und Stefan Krautz ist natürlich ein ganz Besonderes. Ich bin sehr froh über diese, über die Jahre gewachsene Verbindung, die inzwischen sogar in gemeinsame Büroflächen gemündet hat.

 

Wo netzwerkt es sich am besten? Vielleicht auf dem Golfplatz?

Also ich golfe ja nicht. Ich mache Fitness, jogge oder fahre Rad. Aber es netzwerkt sich überall am besten. Ich netzwerke, wo ich gehe und stehe. Nie vergessen: Jeder Kontakt kann ein Multiplikator sein, oder er kennt einen Multiplikator. Oder ich lerne etwas. Oder es findet sich eine Lösung in einem lockeren Gespräch.

 

Was tust du aktiv als Netzwerker?

Lustig, denn mein jetziges Engagement ermöglichte mir auch ein einzelner Kontakt. Dr. Uwe Kirst, Bestsellerautor im Bereich Existenzgründung, traf ich 1991 selbst bei einem Existenzgründerseminar und nun hat er es zu verantworten, dass ich mein Wissen im Modul Netzwerken bei der IHK Akademie Nürnberg weitergeben kann. Echt toll.
 

Welche Werkzeuge sind zum Netzwerken sinnvoll?

Der Mensch ist das wichtigste Werkzeug. Mittlerweile hat er auch praktische kleine Taschencomputer an die Hand bekommen – die Smartphones, die es noch einfacher machen. Es geht um das Teilen und Verbinden und da ist es egal, auf welcher Plattform das geschieht. Essentiell ist es Menschen zu erreichen, ob auf XING, Google+, Facebook oder Twitter.

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