Meine Daten in der Cloud – schweben sie oder nicht?

Meine Daten in der Cloud – schweben sie oder nicht?

Eines der beliebtesten Buzzwords der letzten Zeit ist die Cloud. Aber: Was ist das, wer bietet sie an und was sind die Kosten? Oder: Sind meine Daten wirklich sicher und warum baue ich mir nicht meine eigene Cloud? Fragen über Fragen, die ich heute beantworten möchte. Vielleicht kann ich ja sogar den ein oder anderen Denkanstoß geben.

Was ist die Cloud und warum heißt sie eigentlich so?
Die Cloud bezeichnet eine IT-Dienstleitung, die Nutzern die Möglichkeit bietet, ihre IT-Infratruktur zur Datenspeicherung in das Rechenzentrum eines Cloudanbieters auszulagern. Im Vergleich zu eigenen Lösungen besteht die Möglichkeit, den Umfang des Speicherplatzes beliebig und ohnen großen Aufwand an die aktuelle Situation anzupassen. Der Begriff rührt daher, dass die Infrastruktur der Dienstleistung für den Nutzer nicht nachzuvollziehen – es wirkt als wären seine Daten von einer Wolke verhüllt.

Wer bietet eine Cloud an?
Je nach Verwendungzweck und Anwendungsumgebung gibt es ganz verschiedene Angebote von Cloud-Dienstleistungen. Lösungen, die sich eher an Privatkunden orientieren,
wie zum Beispiel Dropbox, box.net und Google Drive oder oder solche, die eher für Geschäftskunden gedacht sind wie Strato Hidrive, Dropbox for Teams oder Google Drive for Business.

Die meisten Produkte funktionieren nach dem selben Prinzip: Nach der Anmeldung auf der Webseite der jeweiligen Anbieter muss der Nutzer einen Client auf seinem Computer installieren. Nach der Installation erscheint ein Ordner der alle Inhalte, die in der Cloud abgelegt sind enthält. Diese Inhalte werden unter allen Computern, die den selben Account nutzen durch die Cloud synchron gehalten. Und bieten so einen leichten Austausch von Daten unter Freunden oder Kollegen.

Wie hoch sind die Kosten für eine Cloud?
Die Kosten hängen in den meisten Fällen vom benötigten Speicherplatz ab. So ist die Nutzung beim Dienstleister Dropbox für die ersten 2 GB kostenlos. Durch das werben von Kontakten kann man die Kapazität bis 18 GB ausdehnen (500MB pro geworbenen Kontakt). Danach kann man 50 GB zusätlich für je 9,99 pro Monat erwerben. Bei den Angeboten für Geschäftskunden schaut das Modell ähnlich aus. Bespielsweise bei dem Anbieter Strato mit seinem Produkt Hidrive, dieser bietet für 39,90 im Monat einen Speicherplatz von 1TB (1000GB) inklusive einer Datenverschlüsselung und einem Backup von 24 Monaten.

Sind meine Daten in der Cloud wirklich sicher?
Grundsätzlich ja: Jeder der Clouddienstleister macht von den vom Nutzer gespeicherten Daten regelmäßig Backups. Jedoch kam es auch in der Vegangenkeit immer wieder zu Ausfällen der Infrastruktur, wie zum Beispiel bei Amazon S3 mit der Dropbox, als es während des Ausfalls nicht sicher war, ob alle Daten der Nutzer wieder hergestellt werden konnten. Deshalb ist es ratsam, bei wichtigen Daten dennoch eine Sicherung auf ein tradtionelles Speichermedium wie eine externe Festplatte oder eine NAS zu herzustellen.

Warum baue ich mir nicht meine eigene Cloud daheim?
Die Nutzung einer NAS daheim wird immer beliebter – und auch für Laien immer einfacher zu konfigurieren. Also warum sollte ich mir keine eigene Cloud bauen? Möglich ist das.

Allerdings stellt diese Lösung einige Ansprüche an die eigene Infrastruktur. Das heißt: eine große Internet Bandbreite und eine NAS, wie zum Beispiel von der Firma Synology (4TB würden in etwa 1000 Euro in einem Raid 5 kosten). Desweiteren müsste man seinen Internetanschluss so konfigurieren, dass von außen darauf zugegriffen werden kann – was bei einer falschen Konfiguration leicht ein Türchen für ungebetene Gäste aufstößt. Deshalb muss jeder für sich abwägen, ob er sich die Mühe macht, oder ob man lieber auf eine Lösung von einen Dienstleister zurückgreift.

Fazit
Die Cloud – da wo meine Daten schweben. Nicht ganz. Denn auch bei der Cloud ist es nicht damit getan, in irgendeine der Wolken greifen.

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