Spam macht Twitter unbrauchbar

Twitter ist derzeit das Thema in der Blogosphäre. Nach dem Erfolg der Informationsübermittlung durch Twitter bei der Notwasserung in New York wird euphorisch von einem neuen Geschäftsmodell gesprochen. Man spricht vom Real Time Web und läutet den Abgesang auf Google ein (Google verwaltet nur die Vergangenheit im Netz).
Mir hat sich Twitter auch nicht auf den ersten Blick erschlossen, aber inzwischen sehe ich auch einige Vorteile. Twitter als eine Art SMS an alle, die mitlesen wollen. Twitter ist vom Handy aus nutzbar. Twitter ist rasend schnell. Twitter verhindert Herrschaftswissen. Twitter sind Gespräche und kann wichtige Themen pushen.
In den letzten Tagen habe ich aber plötzlich Follower, von denen ich vorher nie etwas gehört habe und zu denen ich auch keine inhaltliche Verbindung finde, wenn ich ihre Tweets oder Internetseiten anschaue. Welche Sinn verfolgen diese Personen? Es ist so ähnlich, wie das sinnlose Sammeln von XING-Kontakten oder Visitenkarten.
In Twitter ist ja auch das unangehme, dass der Nachrichtenfluss dann völlig unübersichtlich ist und die relevanten Themen untergehen. Genau wie ein Emailpostfach, dass mit Spam zugemüllt wird.
Wie soll man damit umgehen? Einfach diese Spam-Follower ignorieren.
Über twitter.com/m140z bin auf den interessanten Blogbeitrag “6 Twigrees of Separation” gestoßen. Hier werden die Twitter-Autoren in 6 Gruppen eingeteilt, die in immer größerer “sozialer Distanz” zu eigenen Person stehen. Hierzu gehören Freunde, Bekannte, die man schon vor Twitter kannte, über lokale Kontakte, ähnliche Interessenten, ähnliche Firmen, bis hin zu Twitter-Prominenten und Robots oder News-Feeds.
Diese Einteilung ist spannend. Schön wäre es, wenn man seine Kontakte in diese Gruppen einteilen könnte und in verschiedenen Feeds lesen könnte. So verpasst man die wichtigen Nachrichten der Freunde nicht und kann sich trotzdem ab und zu den neuesten Internetklatsch “reinziehen”.
Aber vielleicht gibt es diese Lösung ja schon.

Blog-Autor: Andreas Illig (www.twitter.com/Andreas_Illig)

3 Kommentare

3 Kommentare zu “Spam macht Twitter unbrauchbar”

  1. Christoph H.

    Mir geht es in gewisser Weise ähnlich. Ich will von Leuten, die ich kenne und deren Aktivitäten mich interessieren, möglichst alles mitbekommen. Das kann ich nicht, wenn mir mein Twitter-Plugin nur 20 Tweets anzeigen kann und bei jedem Blick dorthin 20 neue Tweets angezeigt werden. Das ist mir zu viel und ich werde ständig abgelenkt.

    Deswegen folge ich nur etwa 70 Leuten, wobei viele auch nur sehr selten twittern. Ende letzter Woche kam ich mit der Zeit über 85 gefolgte Feeds. Das war mir zu viel. Ich habe mich von einigen getrennt und komme jetzt wieder sehr gut damit zu recht.

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  2. Stefan

    Ich kann nur http://www.tweetdeck.com empfehlen, hier lassen sich komfortabel Tweets schreiben und man kann auch sehr einfach seine Favoriten verwalten.
    Replies ansehen und das alles in einer sehr genialen AdobeAir Desktop Anwendung.

    Heute habe ich dann etwas über http://www.tweepler.com auf http://www.tweetnews.de/2009/01/22/mit-twitter-werkzeug-tweepler-deine-follower-kompfortabel-verwalten/ gelesen. Klingt auch sehr interessant und wird im Februar unter die Lupe genommen.

    Stefan

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  3. ideenrunde

    Hallo Stefan,

    inzwischen habe ich mich auch etwas schlauer gemacht und Tweetdeck installiert. Hat auf jeden Fall ein paar Vorteile. Das Problem aus meiner Sicht ist trotzdem, dass sich Twitter zwar auf das wesentlich konzentriert (ähnlich wie die Google Suchmaske), aber wichtige Funktionen nicht anbietet. Dazu kommt, dass Twitter bis jetzt kein Geld verdient.
    Aber Twitter ist spannend und es kommen einem eine ganze Menge Ideen, die man auf Twitter-Basis umsetzen könnte.

    Gruß, Andreas

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