Von der Kunst des Codings

Von der Kunst des Codings

Coding oder das Programmieren wird von Nichtexperten oft als Zauberei angesehen, aber nicht als Kreativleistung betrachtet. Aber beides ist falsch: Coding ist keine Zauberei, kann aber sehr wohl kreativ sein. Kein Wunder. Die meisten wissen gar nicht, wie Software entwickelt wird. Dabei ist das Entwickeln von Software mit einer Textaufgabe zu vergleichen, wie man sie aus dem Mathematikunterricht kennt. Man steht vor einem Problem, zu dessen Lösung uns eine eigene Sprache zur Verfügung steht – Zahlen, Zeichen, Formeln, die nach vorgegebenen Regeln in einen sinnhaften Zusammenhang gebracht werden müssen.

Ähnlich ist es beim Programmieren von Software, es gibt viele Systeme die einem helfen, wie Software entsteht. Was beim Schreiben als Grammatik bezeichnet wird, ist beim Programmieren die Syntax. Aber was macht das Coding nun kreativ? Bei diesem etwas überstrapazierten Begriff denkt man zuerst an den Künstler vor seiner Leinwand, den Dichter mit seinem Buch oder höchstens noch an den Werber an den Flip Charts. Dabei ist Kreativität nichts anderes als eine Bezeichnung für schöpferische Tätigkeiten – und das ist programmieren in jedem Fall.

Denn ein ideenreicher Programmierer, ein Querdenker, ein „Über-den-Tellerrand-Schauer“ wird andere, bessere, schnellere Wege zu einem optimalen Ergebnis finden als ein durchschnittlicher. Wer also seine Programmiersprache beherrsch, kann mit Recht als Kreativer bezeichnet werden. Man könnte auch sagen: Ein gutes Programm ist wie ein flüssig lesbares und einfach zu verstehendes Buch.

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