Was Personas im Marketing bringen

Was Personas im Marketing bringen

Darf ich vorstellen: Peter Müller, die Verkörperung Ihres Idealtypus. Doch wer ist Peter, was tut er in seiner Freizeit und wieso interessiert uns das so? Was hat es mit dem Archetypus auf sich und wie realistisch ist das? Herzlich willkommen in der Welt des Persona-Prinzips im Marketingsektor.

Was ist eine Persona?

Personas sind künstlich kreierte Nutzermodelle, die exemplarisch anhand von qualitativen und quantitativen Methoden erstellt werden. „Peter, männlich, 35 Jahre, 2 Kinder aus erster Ehe, liest ausschließlich Printzeitschriften wie die SZ.“ – Was anmutet wie der Beginn eines Inserates zur Partnersuche ist eigentlich Teil einer Beschreibung nach dem Persona-Prinzip – Doch das kratzt nur an der Oberfläche.

Wo kommen Personas zum Einsatz?

• In der Werbung werden Zielgruppen in Personas eingeteilt

• Für die Computerspiele-Industrie verwenden Produktentwickler die konstruierten Persönlichkeiten

• Auch zur Erstellung des sogenannten Userinterfaces arbeiten Designer gerne mit Personas

• Überall wo es wichtig ist zu wissen, für wen man arbeitet und wie derjenige tickt

Wie werden Personas erstellt?

Statistiken, Zahlen, Daten und Fakten werden im Marketing zu einer Zielgruppe verdichtet. Dann beginnt das große Fragenstellen: Was macht dieser Mensch aus unserer Zielgruppe eigentlich so? Wo hält er sich in seiner Freizeit auf? Mit wem umgibt er sich? Wo arbeitet er? Wo kauft er ein? Wie hoch ist seine Technikaffinität? Welche Fragen exemplarisch gestellt werden können sehen Sie in unserem Beitragsbild, das ein exemplarisches Persona-Datenblatt darstellt. Doch bedenken Sie: Je nach Fragestellung und Ziel ergeben sich unterschiedliche Gewichtungen. Ein allgemeines Persona-Prinzip für jeden Anwendungsbereich gibt es nicht – das ist immer individuell.

Wofür Personas gut sind:

Personas visualisieren in der Werbung die Menschen, für die die Werbung gemacht wird. Es ist wichtig zu wissen mit wem man es zu tun hat, denn nur dann kann die Ansprache in Schrift und Bild genau auf die Zielgruppe angepasst werden. Geht es eher um den weiblichen Typ im Business-Kontext oder die alleinerziehende Mutter von drei Jungen? Hier gilt es, andere emotionale Trigger anzustoßen. Auch Vertriebswege können eindeutig benannt werden. Somit ist klar, dass Peter Müller der klassische U-Bahnfahrer ist und täglich an der Plakatwerbung für das neue regionale Szenegetränk vorbeikommt. Er ist der ideale Käufer, da er in seiner Funktion als leitender Angestellter in einem großen Nürnberger Traditionsbetrieb gerne mal ein Feierabendbierchen trinkt. Für diesen Genießer bedarf es also einer ganz eigenen Wortwahl. Übrigens: Auch im Privaten ist das Persona-Prinzip anwendbar. So kann man zum Beispiel prüfen, ob Eigen- und Fremdwahrnehmung übereinstimmen.

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